Jungjäger Peter Tauber im Interview

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Dr. Peter Tauber und Johannes Wiegelmann

Am Montag den 03.09.2018 bestand der vierte Jagdkurs dieses Jahres erfolgreich die Jägerprüfung. Die Teilnehmer des Wochenend- und Intensivkurses dürfen sich ab heute Jungjäger und Jungjägerinnen nennen.

Unter den frisch gebackenen Jungjägern befanden sich dieses Mal auch prominente Gäste: Dr. Peter Tauber (CDU) mit seinen Parteikollegen Johannes Wiegelmann und Matthias Miller. Herr Dr. Tauber ist Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung.

Wir haben dem Jungjäger ein paar Fragen gestellt wie es ihm in dem dreiwöchigen Intensivkurs in der Jagd- und Naturschule Hessen erging.

 

Was bewegte Sie dazu den Jagdschein zu machen?

Peter Tauber: Im vergangenen Jahr wurde ich von meinem Kreisjagdverein zum „Tag der Jagd“ eingeladen. Kurz zuvor erzählte mir ein Mitarbeiter von seinem Plan, nach dem Bundestagswahlkampf seinen Jagdschein machen zu wollen. Spontan kündigte ich an, es ihm gleichzutun und habe mein  Vorhaben beim Kreisjägertag kundgetan. Damit gab es für mich kein Zurück mehr und ich habe mich bei der Jagd- und Naturschule Hessen zu einem Intensivkurs angemeldet.

Wie empfanden Sie die intensiven Vorbereitungswochen?

Tauber: Die Möglichkeit, mich innerhalb von zweieinhalb Wochen auf meine Jägerprüfung vorzubereiten, kam mir beruflich sehr entgegen und war das für mich passende Kursangebot. So konnte ich meinen Urlaub effektiv nutzen und mich ganz auf den Unterricht und die Jägerprüfung fokussieren.

Für welches Thema konnten Sie sich am meisten begeistern?

Tauber: Am spannendsten war für mich mit Sicherheit das Thema „Wildtierökologie“. Immer wieder hat uns unser Jagdlehrer in Erstaunen versetzt, wenn es darum ging, welche Jagdstrategien Tiere entwickelt haben oder wie Tiere sich in ihrer Umgebung und gegenüber Fressfeinden behaupten. Die Natur hält schon unendlich viele Wunder parat, die man nur entdecken muss.

Hat sich Ihr Denken über das Thema Jagd in dieser Zeit verändert?

Tauber: Ich hatte schon vor dem Jagdkurs ein positives Bild von der Jagd. Aber natürlich hat der Jagdunterricht etwas verändert. Begriffe wie „Hege“ wurden mit Leben gefüllt und in der Tat gehe ich nun mit anderen Augen durch Feld und Flur.

Gab es einen „Aha“ Moment im Unterricht?

Tauber: Tatsächlich gab es bei mir einen „Aha“-Moment und ich muss gestehen, dass sich mein Verhältnis zu Hunden komplett geändert hat. Es ist nämlich so gewesen, dass ich bis zum Jagdkurs eher Angst vor Hunden hatte. Mein Jagdlehrer Tim hat allerdings eine bayrische Gebirgsschweißhündin mit dem Namen Eika. Diese war im Unterricht immer dabei und hat sich in den Pausen bei den Jagdschülern und mir ihre Streicheleinheiten abgeholt. Es war einfach schön, ein so gut erzogenes Tier zu erleben, das einem den Umgang so einfach gemacht hat.

Was war das schönste Erlebnis in dieser Zeit?

Tauber: Ein besonderes Erlebnis war die gemeinsame Ansitzjagd mit den anderen Kursteilnehmern, an deren Ende die Strecke verblasen wurde. Brauchtum gehört zur Jagd dazu. Aber überhaupt war es für mich schön, die Kameradschaft im Kurs zu erleben, die mir auch bei den verschiedenen Prüfungen sehr geholfen hat.

Werden Sie jetzt auch aktiv auf die Jagd gehen?

Tauber: Als erstes bin ich dem Kreisjagdverein Gelnhausen beigetreten, um die Jägerschaft vor Ort zu unterstützen und von den Erfahrungen zu profitieren. Aber natürlich werde ich auch aktiv auf die Jagd gehen und anschließend von meinen ersten jagdlichen Erfahrungen berichten.

 

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